Ordnungsdienst - in der Kreisliga Zuhause

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Ordnungsdienst

Die Inhalte dieser Webseite wurden zuletzt am 21.06.2021 aktualisiert.
Verantwortung
Für die Durchführung von Fussballspielen ist zunächst der Veranstalter, also der Heimverein zuständig. Aber auch der Gastverein ist für die ihm zuzurechnenden Anhänger zumindest indirekt verantwortlich - spätestens dann, wenn sich Angaben zu Personen nach strafbaren Vorfällen nicht konkret feststellen lassen. Sinnvollerweise sollten sich daher die Kontrahenten schon weit vor einer Begegnung mit sicherheitsrelevanten Aufgaben vertraut machen - wie beispielsweise den wesentlichen Bestandteilen einer Hausordnung, eines Sicherheitskonzeptes, dem Flucht- und Rettungsplan, sowie der Bereitstellung von geschultem Ordnungsdienst.
Teamwork
Geeignetes Personal ausbilden
Hinsichtlich einer ausreichenden Anzahl und Qualifikation von Ordnungskräften stehen unsere Vereine oftmals vor großen Herausvorderungen. Häufig werden, aus der Not geboren, die erstbesten herumstehenden Mitmenschen zu einer Aufgabe verdonnert, an der sie so überhaupt keinen Spass haben - einen Kompetenz- und Tätigkeitsbereich den sie dann nur unzureichend kennen. Dementsprechend stehen dann völlig unmotivierte und größtenteils überforderte Personen mit verwaschenen Warnwesten an eher irrelevanten Stellen der Platzanlage und entledigen sich dieser Sicherheitsbekleidung, sobald kritische Situationen entstehen. Gerade bei Spielen mit erhöhtem Risikopotential oder Jugendveranstaltungen, aus meiner Sicht, der absolute Supergau!
Persönliche Wertschätzung
Während der Vereinsetat vielerorts erhebliche Summen für Aufwandsentschädigungen bereitstellt - im Jugendbereich schon Ablösesummen bezahlt werden - geht der Ordnungsdienst oft nahezu leer aus. Dabei würden sich gerade Ordner, die bei Regen und Eiseskälte ihrer Pflicht nachkommen, über ein entsprechendes Outfit freuen - bestenfalls in einer passenden Konfektionsgrösse. Aber auch kleine Aufmerksamkeiten, wie lobende Worte oder beispielweise ein Freigetränk am Spieltag, können zur guten Stimmung und damit zur Werbung für dieses wichtige Ehrenamt beitragen.
Planung und Sicherheit
Auch ein Ordner muss sich sicher fühlen, denn nur so kann er ein Gefühl von Souveränität und Sicherheit vermitteln. Neben einer entsprechenden Ordnerschulung, bei der ein Anwärter die Grundlagen seiner Rechte und Pflichten vermittelt bekommt, muss der Verein den Ordner über alle aktuellen Informationen zu einer bevorstehenden Veranstaltung aufklären. Egal ob Turnier oder einzelne Spiele, in der Halle oder unter freiem Himmel, der Ordner muss sämtliche örtlichen Begebenheiten und Risikofaktoren kennen und den zeitlichen Rahmen seines Einsatzes abschätzen können - damit er verlässlich während der vereinbarten Dienstzeit zur Verfügung steht.
Teamwork statt Einzelkämpfer
Jeder einzelne Ordner darf während einer Veranstaltung unter keinen Umständen alleine gelassen werden, ihm muss jederzeit ein übergeordneter Ansprechpartner zur Verfügung stehen - das kann ein Teamleiter oder ein Vorstandsmitglied des Vereins sein - auch die wichtigsten Rufnummern (z.B. von Rettungsdienst und Polizei) muss er kennen. Zudem sollte ein Ordner jederzeit während der Veranstaltung den Kontakt zu seinen Kollegen suchen und halten, um in brenzligen Situationen mit seinem Team besser agieren zu können.
Training, auch für Ordner
Nicht jeder Ordner bzw. Anwärter ist direkt für das Lokalderby der ersten Seniorenmannschaft geeignet, daher sollten Ordner stets behutsam an ihre Aufgaben herangeführt werden. Gemeinsame praktische Übungen, bei denen potentielle Konfliktsituationen nachgestellt werden, können ebenso lehrreich sein, wie Rollenspiele zum gemeinsamen strategischen Handeln. Entsprechende Trainingseinheiten sollten unbedingt in einer entspannten Atmosphäre stattfinden, zum Beispiel während der üblichen Trainingszeiten des Vereins - keinesfalls bei Spielen mit erhöhtem Konfliktpotential.
Regelmäßige Kommunikation
Ein Ordner sollte ein selbstverständlicher Bestandteil deines Vereins sein. Gerade Mannschaftsverantwortliche, Trainer und Betreuer sollten mit dem Ordnungsdienst im regelmäßigen Kontakt stehen und die einzelnen Personen des Ordnungsdienstes persönlich kennen. Im Vorfeld einer Veranstaltung, bestenfalls sogar schon vor Saisonbeginn, sollten daher persönliche Kontaktdaten ausgetauscht und genutzt werden, um auf eventuelle Besonderheiten anstehender Ereignissen hinweisen zu können. Aber auch am Spieltag selbst ist es von Vorteil, wenn die eigenen Ordner auch ohne eine entsprechende Kennzeichnung sehr schnell erkannt werden. Das gilt auch für Ordner, sie müssen zumindest den offiziellen Mannschafts-Verantwortlichen jeder einzelnen Mannschaften kennen. Ausserdem hilft dem Ordnungsdienst ein regelmäßer Kontakt zu allen Mannschaften seines Vereins, gerade bei Veranstaltungen mit sehr vielen Menschen (z.B. Turniere, Spieltag der Jugend, etc.) wird es sonst für Ordner schnell unübersichtlich.
Alle Angaben beziehen sich auf Angehörige aller Geschlechter - zur besseren Lesbarkeit habe ich im Text die männliche Form gewählt.
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